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Wie und womit wird geschossen?

 
Es gibt Dynamische Schießdisziplinen für fast jede Waffenart - Kurzwaffe, Flinte und Büchse. Letzteres entfällt allerdings im Fall des SLG04, da unsere Schießanlage hierfür nicht ausgerüstet ist.

Ganz allgemein kann man sich hier am vielfältigen Angebot für IPSC-Waffen und -ausrüstung orientieren. Bei den Kurzwaffen ist mit Abstand am populärsten die Selbstladepistole (Mindestkaliber 9 Para); es gibt auch Wettbewerbe für Revolver, aber diese sind in der Praxis eher eine Randerscheinung. Die höhere Magazinkapazität und das schnellere Nachladen machen die Pistole hier deutlich populärer.

Zum dynamischen Kurzwaffenschießen benötigt man ferner ein Holster, zweckmäßigerweise mit Halter für mehrere Magazine (und natürlich auch mehrere Magazine), da meist mindestens ein Magazinwechsel in den Übungen vorgeschrieben ist. Die Waffe selbst kann durchaus "einfach" sein - eine Full-house Race Gun zum Preis eines Kleinwagens ist keinesfalls Voraussetzung, auch wenn manche Waffenhändler diesen Eindruck zu vermitteln versuchen... je nach Ausstattung (Schußkapazität, Aimpoint oder offene Visierung, etc.) landet man in einer bestimmten "Klasse", womit Chancengleichheit gewährleistet wird.
Typischer Gurt mit Schnellziehholster und 4 Magazinhaltern
Typischer Gurt mit Schnellziehholster und 4 Magazinhaltern

In jedem Fall sollte die Pistole allerdings die Möglichkeit bieten, in "condition one" bzw. "cocked and locked", also gespannt und gesichert, im Holster getragen zu werden, denn dies ist der normale Zustand beim Start eines Parcours. Bei vielen modernen DA- und DAO-Pistolen gibt es diesen Modus nicht.

Flinten (normalerweise im Kaliber 12/70 oder 12/67,5) unterteilen sich in Selbstlade- und Repetierflinten; auch hier bestehen verschiedene Wettbewerbe aufgrund des unterschiedlichen Zeitverhaltens, und auch hier stellt die erste Gruppe in der Praxis die deutliche Mehrheit.
Ein sehr verbreitetes Modell der Selbstladeflinte: Benelli M3
Ein sehr verbreitetes Modell der Selbstladeflinte: Benelli M3

Als Munition kommen für Flinten sowohl Schrot (für Stahlziele, wie Gongs, Plates und Popper) als auch Slugs (nur für Pappscheiben!) zum Einsatz. Hierdurch steigt die Möglichkeit für Abwechslung im Parcoursverlauf nochmals an, da auch das Entladen und Nachladen bei den jeweiligen Stages vorgeschrieben werden kann.
Links: Flintenlaufgeschosse bzw. Slugs - rechts: Schrot
Links: Flintenlaufgeschosse bzw. Slugs - rechts: Schrot

Die Ziele unterscheidet man in Hartziele, wie Pepper-Popper, Plates oder Gongs, und Pappziele, also die IPSC-Pappscheiben (siehe hierzu auch Was). Hartziele bestehen aus Stahlplatten, die bei Treffern nach hinten umklappen, während IPSC-Scheiben in drei Zonen mit absteigender Wertung unterteilt sind: A, C und D.

Dazu können Ziele auch kombiniert und/oder reaktiv gestaltet werden, wie z.B. die "Slotmachine": bei dieser Anordnung löst ein Treffer auf eine kleine Stahlscheibe eine zweite Scheibe aus, die nur für kurze Zeit zum Vorschein kommt und danach wieder verdeckt wird. Nichts für Schlafmützen also...

Apropos Schlafmützen: ein weiterer wichtiger Ausrüstungsgegenstand ist der Timer; dieses schlaue Teil zählt nicht nur akustisch die Schüsse, sondern ermittelt auch die Zeitdifferenzen dazwischen und speichert diese. Hiermit wird - auf 1/100 sec genau - die Parcourszeit ermittelt. Zusätzlich liefert der Timer ein akustisches Startsignal.
Timer CED-6000
Timer CED-6000
 
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Stand: 27.09.2004 - Verantwortlich für den Inhalt: - Disclaimer - Impressum